| This german article was a lecture I held at Femme Persona the Swiss Organisation for Transgendered people. It questions the necessity and risk of sexual reasignment surgery (SRS) and lists the alternatives. | |
Gibt es einen dritten Weg
Ist die Geschlechtsoperation eine absolute Notwendigkeit um als Frau zu lebenIch danke Euch für Eure Einladung und freue mich unter Euch zu sein. Mein Thema des Abend befasst sich mit den Risiken der Geschlechtsumwandlung. Gibt es eine Alternative gibt es einen dritten Weg ?Dabei möchte ich zuerst die folgende Hypothese aufstellen. Alle hier anwesenden Transvestiten sind im Grunde der Dinge nicht Transvestiten, sondern Transsexuelle, denn jeder von uns würde sich einer Geschlechtsoperation unterziehen wenn: 1. Wir sicher wären unsere finanzielle Zukunft ist auch als Frau gesichert. 2. Wir stellen unsere derzeitige Familienstruktur nicht aufs Spiel.3. Unsere Körpermasse, unser Gesicht entspricht im grossen ganzen denen einer Frau. 4.
Wir haben ausreichende finanzielle Mittel um uns diese kostspielige Operation
und den damit verbundenen monatelangen Erwerbsausfall zu finanzieren. 4. Wir haben ausreichende finanzielle Mittel um uns diese
kostspielige Operation und den damit verbundenen monatelangen Erwerbsausfall zu
finanzieren. 5. Für die neu geschaffene Scheide besteht ein Verwendungs
Zweck. (Wenn Du Frauen liebst besteht kein dringendes Bedürfnis ! 6. Bei der Operation besteht kein gesundheitliches Risiko. 7. Für mich der
wichtigste Punkt. Wir können mit dem neuen Organ die gleichen Sexuellen Höhepunkte (Orgasmus!) erreichen wie wir es
bisher gewohnt waren. Wenn wir mit dem lieben Gott oder von mir aus dem Teufel ein
Vertrag abschliessen könnten, dass all diese Bedingungen erfüllt würden,
(ansonsten Geld und Psyche retour) dann bin ich überzeugt dass für die meisten
von uns das Thema Geschlechtsoperation „Ja oder Nein“ überhaupt kein Thema
wäre. Wir würden es tun. Auch ich
würde es tun. Soviel zur Hypothese. Die Wirklichkeit sieht natürlich
anders aus. Man muss Vor- und Nachteile
in Betracht ziehen. Man muss alles auf eine Wage stellen und dann einen
Entscheid fällen. Wer keine der
obigen Risiken eingehen will, wer keinen
Entscheid fällen will, der ist mit
dem Status quo am besten bedient. Das ist ja auch der Sinn und Zweck unserer
Gemeinschaft. Hier können wir unser Liebe für das Feminine, für Frau sein mit
Leib und Seele, leider nur sehr limitiert, ohne grosse Risiken ausleben Hier im
Rahmen dieser Meetings und an den anderen Veranstaltungen die für uns
organisiert werden.. Nun zu den einzelnen Punkten. Vielleicht haben einige von uns keine finanzielle Probleme
vielleicht einen Beruf den man auch als Frau ausüben könnte oder einen Neuen
erlernen. Vielleicht hat uns die Natur einen Körper und ein Gesicht gegeben das
geschminkt und mit den entsprechenden Kleider auch als Frau überzeugend wirkt.
Vielleicht sind wir unverheiratet, geschieden, sind ohne Kinder, ohne Eltern
oder Freunde auf die wir Rücksicht nehmen müssen. Aber, ……. und dies ist der springende: „ Können wir nach einer
Geschlechtsoperation unsere sexuellen Bedürfnisse im gleichen Masse ausüben wie
wir dies vorher taten. Erreichen wir einen sexuellen Höhepunkt? Gibt es einen
Orgasmus wie wir ihn vorher kannten, oder einen wie ihn die meisten Frauen
kennen?“ Hier sage ich entschieden NEIN ! Ich weiss, dass wahrscheinlich einige unter Euch, im
besonderen Personen die eine Geschlechtsoperation hinter sich haben, mit mir
nicht einverstanden sind und den Kopf schütteln. Bitte verzeiht mir meine
Direktheit und seit mir nicht böse wenn ich jetzt sage, dass bei denen die das
Gegenteil behaupten, dies eine gewisse Schönfärberei ist. Es sind Menschen die
nach jahrelangem Kampf mit sich und der Umwelt unter grössten physischen und
finanziellen Opfer, sich endlich zum
unwiederrufbarem Entscheid durchgerungen haben, die Operation von Mann zu Frau
oder umgekehrt zu vollziehen. Von diesen Menschen zu verlangen , dass sich Ihre
Hoffnungen und Erwartungen nicht
erfüllt haben, ist sicher zu viel verlangt. Zu erwarten, dass diese Menschen
uns sagen:“ Freunde ich habe einen Fehler begangen“ ist einfach unrealistisch. Weiter frage ich,
können diese gleichen Leute in einer beratenden Funktion, (und viele
üben diese Funktionen aus) faire,
unvorhergenomene Ratschläge erteilen. Es gibt natürlich
auch hier Ausnahmen oder operierte Transsexuelle die mir recht geben.
Zum Beispiel die viel zelebrierte Coco sagte in einem Interview in der
Annabelle vom 6. Februar dieses Jahres : „Im nachhinein habe ich erkannt dass
sich die Ärzte mit meiner Operation selbst profilieren wollten“ oder auf die
Frage Gibt es Situationen wo Sie ein Mann sein möchten ? Sagte sie: „ Wenn ich
das Bedürfnis hätte eine Frau zu heiraten dann könnte ich das heute nicht. Das
macht mich schon irgendwie sauer“ Man muss natürlich schon den ganzen Artikel lesen
um zu verstehen, was hinter den Zeilen steht um die Verzweiflung verbunden mit
ständigen Selbstmord Gedanken voll zu erfassen. Eine amerikanische Studie (ich habe sie mitgebracht),
untersuchte 425 Transsexuelle und stellte fest, dass im Vergleich zur normalen
Bevölkerung operierte Transsexuelle eine 5 Fache höhere Sterbensrate hatten.
Der Grund, in erster Linie Selbstmord. Kann man da von glücklichen Menschen
sprechen ? Vor mehreren Jahren lernte ich in einem Travestie Club in
Amsterdam Monique kennen. Sie war aus Pakistan bildhübsch mit einem Kopf langer
dichter schwarzen Haaren und grossen mandelförmigen Augen. Sie hatte erst
kürzlich Ihre Operation hinter sich. Alle Männer lagen Ihr zu Füssen. Als ich
ein Jahr später wieder nach Amsterdam kam und nach Monique fragte, sagt man
mir, dass sie jetzt in Paris sei. Sie habe das grosse Los gezogen, wurde eines
der vielbegehrtesten Modells und verdiene unheimlich viel Geld. Weiterhin lägen
ihr alle Männer zu Füssen. Überrascht war ich erst als ich einige Monate später in
einer deutschen Modezeitschrift eine Reportage über Monique las. Sie beklagte
sich bitter, wie sie trotz all dem Geld, dem Schmuck und den edelsten Luxus
Karosserien, Tod unglücklich sei. Nicht weil sie jetzt Frau sei sondern weil sie keinerlei Sexualität mehr verspüre. Sie
fühle sich wie eine kastrierte Hündin, sagte sie wörtlich. In einem anderen Interview das ich ebenfalls
mitgebracht habe sagt eine Transsexuelle über Ihre Sexoperation: Wenn ich
gewusst hätte was ich heute weiss, hätte ich gewartet und vielleicht hätte ich
eine andere Wahl getroffen. Ich wurde
damals in die ganze Sache hineingezogen, wie man Kühe in den Schlachthof führt.
Ich war damals überzeugt man kann keine glückliche, herzliche und liebevolle
Frau sein wenn man einen Penis hat. Sogar Anna die ein paar von Euch, noch von den Anfangsjahren
unseres Clubs kennen, gestand mir vor ein paar Jahren :“ Nein ich würde es
nicht mehr tun. In meine jungen Jahren als ich noch in Amerika, Hollywood
lebte, es war der Anfang meiner Travestie Zeit, verkehrte ich Abends vorwiegend
in Bars die mehrheitlich von Transsexuellen besucht waren. Alle standen sie
entweder kurz vor oder nach der Operation. Viele wurden gute Freundinnen und
ich führte mit manchen sehr lange Gespräche. Meine grosse Frage am Schluss all
dieser Gespräche war immer wieder:“ Würdest Du diesen monumentalen Schritt,
wenn das, was Du jetzt weist nochmals tun?“ Und ich fragte weiter:„Gib mir
bitte eine ehrliche Antwort, sollte ich mich dieser Operation unterziehen?“ Die
Antworten waren sehr unterschiedlich. Am frühen Abend wenn alle nüchtern waren,
war die Antwort meist:“ Ja ich bin sehr glücklich“ Je später die Stunden und je
höher der Alkoholpegel oder wenn es zu einem Seelenschmetter kam, dann war
jedoch alles anders. Dann waren sie plötzlich sehr ehrlich. Je tiefer unsere
persönliche Freundschaft war, um so überzeugter sagten sie mir: „Tue es nicht,
mach nicht den selben Fehler wie ich!“ All diese Gespräche stimmten mich sehr nachdenklich. Es war
eine Zeit voller Fragen ohne Antworten. Ich wollte Frau sein ich fühlte mich
als Frau. Ich war verheiratet hatte drei Kinder und eine eigene gutgehende
Firma. Tagsüber übte ich meinem Beruf als Mann aus und wenn immer sich die
Gelegenheit ergab ging ich abends als Frau aus. Ich hatte ein zweites
Appartement in dem ich meine Kleider hatte und in dem ich mich für den grossen
abendlichen Ausgang zurechtmachen konnte. Von den oben erwähnten Freundinnen erhielt ich auch die
Adresse von einem Arzt der diese betreute und von dem ich dann auch die
ersehnten Hormonspritzen und Hormonpräparate bekam. Bei meinem ersten Besuch
fragte er nicht viel und bezahlen musste man sowieso zum voraus. Ich war
überglücklich und konnte kaum warten bis die erste Woche vorbei war und ich
meine nächste Spritze in meinen Po empfangen durfte. Nach zirka 6– 8 Wochen
zeigten sich die ersten Resultate. Meine Brust startete ganz leicht
anzuschwellen. Ich bekam einen sehr, sehr kleinen mädchenhaften Busen. Zu
meiner Enttäuschung füllte dieser Kleinbusen aber nicht einmal das Körbchen des
kleinsten Mädchen Büstenhalters, den ich mir natürlich schon zum voraus gekauft
hatte. Ein Problem mit dem ich allerdings nicht gerechnet hatte, war
die abnehmende Potenz. Ich hatte grosse Mühe eine Errektion zu erreichen. Zu Hause
musste ich meiner Frau gegenüber nach Entschuldigungen suchen. Schlimmer als
die abnehmende Potenz war aber, dass je länger ich die Spritzen erhielt und je
länger ich die Hormonpräparate einnahm je weniger verspürte ich die Lust mich
als Frau zu kleiden. Wenn ich früher bei
meiner Verwandlung von Mann zu Frau vor dem Spiegel sass und das Euch allen
bekannte, unbändig und unbeschreibare
Wonnegefühl erlebte, war diese Lust,
Freude und innere Zufriedenheit plötzlich nicht mehr vorhanden. Wenn ich
früher beim Anblick einer gutaussehenden sexy Frau vor Wohlgefallen bebte und
mir wünschte mit dieser Frau möchte ich ein Abenteuer haben, so möchte auch ich aussehen, so drehte
ich mich jetzt nicht einmal mehr um. Die schönsten Kleider in den Auslagen der
Geschäfte liessen mich kalt. Samt oder Seide, Spitzen, frivole Unterwäsche, die
schönsten Schuhe, es spielte keine Rolle. Alles war mir egal, nichts konnte
mich mehr begeistern. Es war der Anfang von dem was man heute chemische
Kastration nennt. Zum guten Glück eine Kastration die im Gegensatz zur totalen
Geschlechtsumwandlung rückgängig ist. Ich hörte dann nach einigen Monaten mit den Spritzen auf und
die Hormonpillen nahm ich in reduzierter Weise noch einige Jahr weiter. Ich
versuchte eine Balance zwischen Potenz und Busen zu erreichen, was mir auch
recht und schlecht gelang. Heute brauche ich keinerlei Hormonpräparate mehr. Je länger ich über die vor und Nachteile einer totalen
Geschlechtsumwandlung nachdachte um so mehr realisierte ich, dass Frau sein nicht von dem kleinen Ding zwischen den
Beinen abhängig ist. Je besser es mir gelang überzeugend als Frau aufzutreten um so unwichtiger wurde der Wunsch meinen Penis zu demontieren. Alles in allem sagte ich mir, Du liebst ja Frauen,
und nicht Männer. Und zu meiner Überraschung fand ich Frauen die an mir
gefallen fanden. Die mich liebten meiner selbst, mit oder ohne Frauenkleider.
Mein Erfolg mit Frauen war um vieles besser als ich es je als Mann erlebt
hatte. Ich war und bin bis zum heutigen Tag nicht unbedingt
stolz auf mein männliches Instrument und wäre der sexuelle Akt mit einer Frau
ohne jegliche Nachteile und ohne
dieses Instrument machbar würde ich sicher darauf verzichten. Aber dem ist
leider nicht so. Und deshalb erfüllt mein Penis wohl oder übel eine sehr
nützliche Funktion, die ich nicht aufgeben möchte. Heute kann ich den ganzen Fragenkomplex genauer analysieren.
Denn jeder der vor der Frage steht ob er sich einer Geschlechtsoperation
unterziehen will, muss wissen, dass dieser Eingriff bildlich das männliche Geschlechtsteil, wohl in das einer Frau
verwandelt. Man muss sich aber auch im klaren sein, dass dieser Eingriff, verzeiht mir meine
Offenheit brutal ausgedruckt, eine
Kastration ist. Und Kastration bedeutet nichts anderes als jeglichen Verzicht
auf sexuelle Befriedigung. Man muss wissen, dass die chemische Kastration wie ich sie
erlebt und beschrieben habe, kürzlich in einem Gesetz in Kalifornien für
Triebtäter als Alternative für die Gefängnisstrafe eingeführt worden ist. Kastriert wurden alle Eunuchen in den Palästen der
arabischen Könige. Kastriert werden Hunde und Katzen und kastriert werden
geistig Behinderte. Alles hat nur ein Ziel, die Sexualität der Betroffenen
einzudämmen. Im Prinzip wäre es ein Mittel den Transvestiten von seiner Sucht
nach der Suche der femininen Identität zu befreien. Aber genau das wünscht ja
wirklich kein echter Transvestit. Meine Frage lautet deshalb, warum will sich ein
geistig, seelisch und physisch gesunder
Mensch diesem nie mehr rückgängig zu machenden Schritt unterziehen? Oder sind
die, die es wünschen doch nicht so normal wie sie sich sehen möchten ? Ist es
eine Form von Masochismus, ist es der Druck unserer Gesellschaftsnormen die
besagen Frau = Vagina, oder der Gesetzgeber der für eine Namensänderung, den
Beweis verlangt dass unten alles fein säuberlich weggeputzt ist. Vielleicht
sind es auch die Ärzte die in der sehr komplexen Operation viel Geld sehen und
ihre Experimentierfreudigkeit ausleben können oder sehnen sich viele unser
Transvestiten und Transsexuellen nach Selbstzerstörung ? Wahrscheinlich von
allem etwas. Ich
finde es unverantwortlich wenn ein renommierter Professor aus Lausanne mir nach meiner Busenoperation
erklärt: „Jetzt werden wir Ihnen dann als nächstes eine neue Vagina machen.
Wissen Sie ich mache herrliche Fützchen !!“ Dies obwohl ich ihn nie danach
fragte. Auf meine Frage: „Wie steht es denn mit den Gefühlen nach so einer
Operation sagte er mir wörtlich: „Was heisst denn Gefühle ! Wissen sie das ist
alles relativ. Man kann sich an alles gewöhnen. Auch Streicheleinheiten sind
Gefühle!“ Er hat recht mit den Streicheleinheiten. Auch
mein Hund, obwohl kastriert verlangt immer noch oder trotzdem noch jeden Tag
nach seinen Streicheleinheiten und kriegt nie genug davon. Ich aber bin kein
Hund Ich wollte, weder damals noch
heute Streicheleinheiten als Ersatz
für Sex. I want the real thing ! Ich will das richtige Ding ! Gibt es denn überhaupt einen berechtigten Grund diesen
allerletzten Schritt zu begehen? Virginia Prince Pionier und Autorin zahlreicher Bücher über
Transvestismus sagt dazu: Ja sofern sich der Betroffene als Jugendlicher
oder Mann nie weder mit einem Mann noch
mit einer Frau zu einem befriedigendem sexuellen Akt finden konnte“ Also eine Person mit totaler Impotenz und
Sterilität. Ein Neutrum. Natürlich gibt es keine Regeln ohne Ausnahme.
Vielleicht gibt es wirklich Männer für die Frau
sein mit einer Scheide wichtiger ist als ein Orgasmus. Vielleicht gibt es
Menschen die mit Streicheleinheiten zufrieden sind. Bei einem heterosexuellen Transvestit ist die Kastration und Umwandlung des Penis in eine Vagina schon allein deshalb fraglich weil der Wunschpartner eine Frau ist. Was macht man nun mit seiner neuen Anlage die soviel Schmerzen und soviel Geld gekostet hat. Man muss das neue Gerät, doch ausprobieren und regelmässig gebrauchen können. Es kommt nicht von ungefähr, dass ein Grossteil der Transsexuellen sich ihren Unterhalt nach ihrer Operation als Prostituierte verdienen, oder verdienen müssen. Vielleicht ist in 3. Weltländern die Situation anders. Dort ist sicher das relativ grosse Geld, das mit der Prostitution verdient werden kann, für die unterste Bevölkerungsschicht, ich will nicht sagen Hauptmotiv, aber sicher ein nicht zu unterschätzender Faktor, der für eine Sexoperation spricht. Auch die Versuchung oder die Aussicht von Reichtum oder Ruhm ist bei vielen Menschen wichtiger, als andere oder meine Überlegungen. Offen bleibt nur die Frage zu welchem Preis und., ob diese Menschen, dann wirklich glücklicher sind. Wie die Statistiken beweisen, ist dies sehr fraglich. Und offen bleibt die Frage ob es nicht auch ohne die Operation gegangen wäre Beim homosexuellen Transvestiten sollte man meinen sei die Sache einfacher. Aber eben, sollte man
meinen. In Wirklichkeit ist aber auch hier die Geschlechtsumwandlung mehr als
fraglich, obwohl eine Vagina, ja das ideale Gegenstück bei einem männlichen
Partner wäre. Falsch, denn beim
Homosexuellen Mann nimmt eben der Penis eine bedeutende Rolle ein. Auch wenn er
einen femininen Partner, im Slang „Tunte“ sucht ist es fraglich ob er einen zur
Frau gewandelten Mann ohne Penis als
sein Wunschobjekt akzeptiert. Für einen normalen heterosexuellen Mann kommt
eine Transsexuelle Frau als Partnerin mit wenigen Ausnahmen kaum in Frage. Schlussendlich kommt die Frage gibt es ein Alternative. Can you have the cake and eat it too ? Auf Deutsch Kann man den Fünfer und das Weggli haben ? Zu dieser Frage sage ich ohne Zweifel ja. Man kann auch ohne Operation als volle Frau leben und glücklich sein. Es gibt eine
Alternative sofern man gewisse Bedingungen die ich am Anfang angeführt habe
erfüllen kann. Aber lasst Euch nicht täuschen, auch dieser Weg ist voller
Hindernisse, Entbehrungen und Erniedrigungen. Auch hier braucht es viele Jahre
bis man sich befreit und als vollwertige Frau fühlen kann. In meiner persönlichen Situation hatte ich das
Glück, selbständig zu sein und hatte einen Beruf den ich als Frau genau so gut
ausüben konnte. Meine Frau verliess mich mit meinen Kindern und
reiste zurück nach USA. Nach diesem erschütterndem Erlebnis brach eine Welt
zusammen und ich war am Boden zerstört. Nach diesem Zeitpunkt gab es für mich
kein zurück mehr. Ich fühlte ich hatte alles verloren was mir lieb war und
meinte es gäbe nichts weiteres mehr zu verlieren. Während meine Eltern noch
lebten führte ich grösstenteils noch ein Doppelleben. Ich wollte deren Gefühle
und Hoffnungen nicht total zerstören. Nach dem Tode meines Vaters, aber
entschied ich mich dann meine letzten männlichen Kleidungsstücke zu verbrennen,
bzw. der Altkleider Sammlung zu übergeben. Mehr und mehr akzeptierte mich meine Umgebung als Frau und
die vielen neuen Freunde wussten nichts von meiner Vergangenheit. In der Kunst
fand ich eine zweite neue Karriere, obwohl ich meine Erste nicht ganz
aufgegeben habe.. Heute 15 Jahre danach sieht alles anders aus. Neue feminine
Kleidungsstücke kaufen, der wöchentliche Gang zum Coiffeur oder Kosmetikerin
und Frau sein, ist zur Alltäglichkeit geworden. Die Zwänge zu beweisen, dass man im neuen Leben Frau ist und keiner deine Vergangenheit ahnt, wurden immer
kleiner bis das Thema Transvestismus und Transsexualität in weite Ferne rückte. Ich brauche mich nicht mehr zu rechtfertigen und auch
für meine Freunde ist das Thema kaum mehr aktuell. Ich kann mich nicht mehr
erinnern, wenn und mit wem ich das letze mal über irgendwelchen Aspekt, diese
Materie diskutiert habe. Heute fühle ich mich
besser als je zuvor in meinem Leben. Ich erfüllte mir praktisch jeden Traum.
Träume an die man als Transvestit am
Anfang kaum zu denken wagt. Heute ist Frau sein nicht mehr eine Angelegenheit.
des stillen Kämmerleins. Als Frau stehe
ich voll im öffentlichen Leben und manchmal auch im Rampenlicht. Sei es ein
Zeitungsbericht über meine Kunst oder sei es als Wortführerin in einer meinen
Berufsorganisation. An Vernissagen stehe ich Red und Antwort gegenüber
Journalisten und Besuchern. Ich spiele in der Tennis Damen Mannschaft meines
Tennisclubs, Reise um die halbe Welt und in meiner politischen Gemeinde leite
Meetings. Ich verstecke mich nicht mehr
und nehme die mir überwiesenen Führungsrollen ohne Hemmungen war. Ich fühle
mich befreit von allen Zwängen der Vergangenheit. Ich bereue keine Schritt oder
wie Frank Sinatra so schön in seinem Lied sagt: I did it my way Einen Punkt möchte ich zu dem eben gesagten noch beifügen.
Ein Punkt auf den ich besonders Stolz bin, wenn immer ich im Rampenlicht stehe,
ist es nicht wegen meiner Vergangenheit als Mann, sondern wegen meinen
Leistungen. Ich habe nie versucht mit meiner Vergangenheit meine berufliche
Kariere zu fördern, obwohl ich dazu immer wieder Gelegenheit gehabt hätte. Ich
möchte als Frau Gibt es Nachteile, ja ein Paar schon. Zum Beispiel die
Euphorien der Vergangenheit, wenn man sich ein neues Kleid kaufte, wenn man
sich schminkt, diese Momente sind nicht mehr so berauschend wie damals. Vieles
ist zur Routine geworden. Bereuen tue ich nur eine Sache. Ich hätte mich sehr
gerne für ein öffentliches Amt beworben. Ich glaube, ich wäre eine sehr gute
Politikerin geworden wäre. Und dieses Ziel wird mir wahrscheinlich verwehrt
bleiben, denn ich möchte in einem öffentlichem Wahlkampf, mit meiner
Vergangenheit nicht unbedingt Schlagzeilen machen. Mit meinen Ausführungen möchte ich niemanden vor den Kopf
stossen. Ich akzeptiere und toleriere jeden Entscheid den ein intelligenter
Mensch macht, sofern, er alle
Optionen in Betracht zieht. Mit meine Ausführung möchte ich nur zeigen und
sagen es gibt eine Alternative es
gibt einen dritten Weg. Wir dürfen uns nicht wie Kühe in den Schlachthof führen
lassen. Ich appelliere an alle Menschen die sich mit dem Gedanken einer
Geschlechts Umwandlung befassen, diese Variante in Betracht zu ziehen. Ich appelliere
an alle Psychologen, Psychiater, Mediziner und Sozialabeiter die eine beratende
Funktion ausüben die Kastration nur als letztes Mittel, als letztes Instrument
einzusetzen. Frau sein ist nicht
eine Sache von Penis oder Vagina. In der Öffentlichkeit schaut dir niemand
unter deinen Rock und niemand zieht dir deine Hosen aus. Frau sein ist ein
Sache des Herzens, der Seele, und Feinfühligkeit. Als Frau musst Du nur
beweisen, dass das was du machst gut machst
und dass Du ein vollwertiger Mensch bist, bei dem Menschlichkeit gross geschrieben ist. |
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